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Tag 6, 2014-05-02

Vom Ural auf Ural 2014

In der Nacht hat es zu regnen aufgehört, am Morgen stehen wir bei unangenehmen 9 Grad Kälte auf.


 

Der Wald wirkt klamm, irgendwie wirkt alles gar nicht nach Frühling.
Wir rollen nasse Zelte zusammen und suchen einen Weg zurück auf die Straße. Die Stimmung ist trotzdem gut heute, denn wir haben es geschafft, einmal wirklich früh aufzubrechen.

 

 

Wir fahren nordwärts, entlang den Ural Anhöhen. Vor uns ein etwas hellerer Himmel, doch rundherum hängen dunkle Wolken bis in die Niederungen entlang unserer Route.
Wir kreuzen Öl-Pipelines, die gemeinsam mit Gasleitungen und entlang von riesigen Strommasten irgendwo schnurstracks ins Nirgendwo führen.

 

Die Motoren schnurren zufrieden. Wir sind echt froh, dass wir Stollenreifen montiert haben. Die neuen hydraulischen Lenkungsdämpfer schlucken locker die „kleinen“ Unebenheiten der russischen Nebenstraßen.

Unsere Urals sind perfekt ausgestattet für unsere Bedürfnisse auf dieser Reise. Alles hat hier seinen Zweck und seinen Platz, gut durchdacht und realisiert vom Irbiter Motorradwerk.

 

 

Hier im Bild ein Bild von meinen derzeitigen Verkaufspersonal zu Hause im Geschäft.


 

Zu Mittag erreichen wir einen Platz mit Klöstern und Kirchen. Es ist also Zeit für Kultur. Wir bleiben stehen und halten Rast. Eines der Klöster wurde früher als Erziehungsheim für missratene Kinder umfunktioniert.

 

Wir richten uns langsam nach Westen und versuchen einen noch fahrbaren aber nicht offiziellen Weg durch die Ural Berge zu finden, einen Weg der wie geschaffen für Ural Motorräder ist.

 

Ist das Zufall oder doch gelenkt? Jedenfalls nachdem wir die Kirchen besucht haben klart es rundherum auf und die Sonne wärmt uns. Wir füllen die Benzintanks, und Reservekanister und die Seitenwagen mit Lebensmittel und schlagen uns nach Westen. Wirklich direkt in die Ural Berge jetzt.

 

Wir verlassen die Straße mit Ihren Straßenverkäufern und schon nach wenigen Metern sind wir in einer anderen Welt. Die Taiga hat uns verschluckt. Ein schmaler Pfad windet sich durch Sümpfe.
Hinter jeder Kurve eine neue Herausforderung durch den schlechten Zustand unseres Pfades.
 

 

Plötzlich öffnet sich der Wald und vor uns ist breitet sich ein weites Tal aus. Die Ural Motoren schweigen, wir staunen. Im Tal ist eine Ansammlung von halbverfallenen Holzhäusern. Wo sind die Leute zu diesen Häusern.

 

Wir besichtigen die Häuser, manche sind verschlossen, manche offen. An einem Haus ist der Garten bereit zum Säen. Es wirkt irgendwie, als hätten die Menschen fluchtartig ihr Dorf verlassen. Was war der Grund dafür?

 

Wir beschließen hier zu bleiben. Es gibt hier ein halbes Dutzend Seen. Wir gehen uns waschen und schwimmen im See, es ist ja doch Frühling, nicht wahr? Wir holen Holz aus dem Wald und entzünden ein gewaltiges Feuer. Es ist der bis jetzt beste Campingplatz auf unserer Reise.

 

 

Wir fahren noch ein Stück on die Wildnis. Wir ahnen, dass der Weg irgendwo enden wird, aber wir alle wollen so weit fahren wie es halt geht.

 

 

 

 

 

 

Die Sonne verschwindet langsam in der Taiga. Die Nacht fällt über das ausgestorbene Dorf, in dem ein paar Freunde in Zelten übernachten. Es hat 3 Grad unter Null, es wird eine harte Nacht.

Aktualisierung: 2014/05/06 - 07:29 / Redakteur: UralCC webmaster
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